| Leitartikel des Präsidenten Wolfgang Beck in der Vereinszeitung Juni / Juli 2005 | ||||
Liebe Mitglieder, Vorbereitung, Ablauf und Ergebnis der diesjährigen Jahreshauptversammlung waren Ausdruck der neuen Geschlossenheit im Turnverein: Zum deutlichsten Zeichen dieser Einigkeit wurde die Wahl des Geschäftsführenden Präsidiums: Aus den Reihen der 120 anwesenden Mitglieder gab es eine überwältigende Zustimmung, aber keine einzige Gegenstimme. Dies war nach den Vorgängen des vergangenen Jahres nicht unbedingt zu erwarten. | ![]() |
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| Gesamtpräsidium und Abteilungsleiter | ||||
| Freilich hatte sich die Einmütigkeit in der vorgeschalteten Sitzung der Vereinsführung mit den Abteilungsleitern schon abgezeichnet. Die Diskussionsbeiträge, wie die vom neuen Badminton-Abteilungsleiter Ralf Steg, neuen Beirat Peter Streiter und anderen, waren geprägt von analytischer und konstruktiver Kritik. Sie unterstützte die Vereinspolitik, begrüßte Bau- und Sanierungsmaßnahmen und bereitete die Beitragsanpassung mit vor. So erwies sich die Gesamtpräsidiumssitzung wieder einmal als wichtige, notwendige Station im Willensbildungsprozess des TV 1848. | ||||
| Solide wirtschaftliche Lage | ||||
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Schatzmeister Heinz Müssenberger konnte einen erfreulichen Finanzbericht auf der Mitgliederversammlung
vorlegen. Das Ergebnis des Jahres 2004 lautete 1.160 Millionen Euro Ausgaben bei 1.258 Millionen Einnahmen,
so dass 98.000 Euro in die Kreditrückzahlung flossen. Unsere gesamten Verbindlichkeiten liegen mit 1.172
Millionen Euro in der Höhe des Jahresetats, sind somit von einem Verein unserer Struktur beherrschbar und
werden mit hoher Wahrscheinlichkeit in diesem und den nächsten Jahren durch verschiedene positive Umstände
weiter verringert werden. Die Bewirtschaftung des Erichkellers, die verstärkten, früher zugesagten städtischen
Zuschüsse zum TV-Vital und Erbschaften werden voraussichtlich unsere wirtschaftliche Lage weiter verbessern.
Natürlich hat ein Großverein mit drei Liegenschaften ständig in deren Erhalt zu investieren. So mussten wir für diesen Zweck im Jahr 2003 über 92.000 Euro, 2004 über 56.000 Euro und werden wir heuer 125.000 Euro zur Verfügung stellen. Reparaturen und Modernisierungen des Jahnhallenkomplexes (Parkett 17.000, Dach 52.000, Toiletten 10.000), Erneuerung und Erweiterung am Europakanal (Notbrunnen 12.000, Damentoiletten 8.000, Geschäftsstellenerweiterung 60.000) sowie der Ausbau und die Qualitätssteigerung des TV-Vital (Damenumkleide- Erweiterung 8.000, Entkalkungsanlage 10.000 und Dachlüftung 10.000) fielen hier besonders ins Gewicht. | ||||
| Beitragsanpassung | ||||
| Warum sich die Vereinsführung genötigt sah, in der Hauptversammlung neue Mitgliederbeiträge ab dem 1.1.2006 beschließen zu lassen, haben wir in den letzten beiden Ausgaben dieser Zeitung, in der Gesamtpräsidiumssitzung und in der Mitgliederversammlung grundlegend und offensichtlich überzeugend begründet. So überzeugend jedenfalls, dass für die Versammlung die Beitragsanpassung längst schon beschlossene Sache war (wie mir hinterher von Klaus Lohrer berichtet wurde), als der Präsident vor der Abstimmung noch einmal detailliert - vom Geschäftsführer exzellent ausgearbeitet - eine Begründung liefern wollte. Sie wurde überflüssig. In der Abstimmung gab es nur zwei (!) Gegenstimmungen und acht Enthaltungen unter den 120 Anwesenden. Der Antrag des Präsidiums wurde so mit über 90 prozentiger Zustimmung angenommen. Dies war sicher die höchste Akzeptanz aller in den letzten Jahrzehnten im vier- bis fünfjährigen Turnus durchgeführten Beitragsanpassungen. | ||||
| Zusatzbeitrag Gymnastik | ||||
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Der Einführung dieses Beitrags im Herbst 2004 hätten möglicherweise noch umfangreichere Informationen
vorausgehen müssen, weil hier satzungsbedingt andere Verhältnisse als bei den traditionellen Wettkampfabteilungen
herrschen. Formal korrekt und satzungskonform hatte die Abteilungsleitung beim Präsidium den Antrag auf
Zusatzbeitrag gestellt (wie andere Abteilungsleiter zuvor) und ihn in der beantragten Höhe auch genehmigt
bekommen. Die Mitgliederversammlung war satzungsmäßig nicht legitimiert, über diese Beiträge zu befinden; sie
sind eine Angelegenheit zwischen Präsidium und Abteilungsleitung. Ganz unmöglich durchzuführen war das
Ansinnen eines nicht anwesenden Ehepaars (E-Mail vom 6.4.2005), "die Satzung dahingehend zu ändern", dass die
Zusatzbeiträge nur "mit Zustimmung der Mitgliederversammlung" oder der jeweiligen Abteilungsmitglieder erhoben
werden könnten. Peter von Pierer, erfahrener Anwalt und Sportexperte dazu, hat als Rechtsbeirat des TV 1848 mit Kompetenz und Wortgewalt in der Mitgliederversammlung auf deren Nichtzuständigkeit hingewiesen. Weder die Satzung des TV 1848 noch das Vereinsrecht lassen ein derartiges Vorgehen zu. Gleichwohl hat die Diskussion um den Zusatzbeitrag Gymnastik auf der Versammlung zur Versachlichung und zu weiteren Überlegungen aller Beteiligten geführt. | ||||
| Neues Präsidium | ||||
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Für die aus beruflichen Gründen ausscheidende Vizepräsidentin Monika Kirchner wurde der frühere Vizepräsident
Fritz Löhr neu gewählt. Der Kneipwart der Lungerer wird die Präsidiumsposition im gesellschaftlichen Bereich
sowie im Seniorenbereich stärken. Wachstum und Veränderungen des Vereins einerseits und die demografische
Entwicklung andererseits erzeugen Handlungsbedarf. So sehe ich mich mit ihm, Heinz Müssenberger, Gerd Lönne
und Dietmar Dommick in einer homogenen Führungsmannschaft des Turnvereins für die neue Wahlperiode. Ergänzt
wird sie durch eine erfahrene Gruppe von Beiräten zu der Ruth Wangemann für den Kinder- und Jugendbereich und
Peter Streiter für meine Beratung als jüngere Kräfte hinzugekommen sind. Fritz Rödel hat das Amt des Ältesten-
Ehrenrats-Vorsitzenden in Egon von Stephanis Nachfolge übernommen, während Werner Hainzl, Uschi Hauenstein-Mehl,
Dieter Höhlein, Rudi Pfeifenberger und Ingeborg Rentsch nach den Neuwahlen ihre Ämter weiterführen. Den auf eigenen Wunsch ausgeschiedenen Dr. Monika Kirchner und Egon von Stephani danke ich auch an dieser Stelle für ihren Einsatz zugunsten unseres Turnvereins, allen anderen für ihre bisherige Arbeit und ihre Bereitschaft zum Ehrenamt im TV 1848. Mit einem herzlichen Willkommensgruß an alle neuen Mitglieder und guten Wünschen an alle TV-Mitglieder verbleibe ich als | ||||
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