| Leitartikel des Präsidenten Wolfgang Beck in der Vereinszeitung April / Mai 2006 | ||||
Liebe Mitglieder, die Begegnungen mit Fremden, Ausländern, bedeuten fast immer Bereicherungen. So hat der erstmalige Aufenthalt der Flying Superkids aus Dänemark uns vom TV 1848 eine ganze Menge Erfahrungen und Einsichten gebracht, unser Bewusstsein geschärft. | ![]() |
|||
| „Qualitätszeit“, Vertrauen, Disziplin | ||||
|
Mich haben mehr noch als ihre Show das Verhalten und der Einsatz dieser dänischen Schulkinder-Sportgruppe
vor und nach der Veranstaltung fasziniert. Wie sie mit ihren Erwachsenen (auch 3 Mütter waren dabei)
zusammen arbeiten, sich gegenseitig helfen, alles sehr sauber hinterlassen (unsere Jahnhalle nach der
Übernachtung), war beeindruckend. „Dabei sehen alle so glücklich aus“, sagt meine halbwegs erwachsene
Tochter. Sind sie auch. Dahinter steckt natürlich ein klares Konzept. Genaue Grenzen setzen, Vertrauen in die Kinder entwickeln, Kinder und Erwachsene zusammen arbeiten lassen (in Dänemark gibt es für dieses Zusammenwirken, „Qualitätszeit“ genannt, ganze Projekte), den Kindern Verantwortung übertragen, ihre Trainingszeit nach oben auf maximal 7,5 Std./Woche begrenzen, ihnen Erfolgserlebnisse ohne Wettbewerbsdruck sichern. | ||||
| Umsetzbare Familienprogramme | ||||
| Was mir in Gesprächen mit Uwe und Lars Godbersen aus Dänemark, Aussiedlerfrauen, Frau Mayer-Tancic und anderen bewusst geworden ist: Die gegenwärtigen Familien sind eine Riesenherausforderung für die Sportvereine. Einerseits setzen sich unsere Mitglieder zum großen Teil aus Familien zusammen, andererseits findet Familiensport nur noch rudimentär in manchen Abteilungen, im großen Dienstleistungsbetrieb des TV 1848 aber allenfalls noch beim Eltern-Kind-Turnen statt. Verantwortliche im Verein mit umsetzbaren Programmen fänden ein unbegrenztes, aber dringend zu beackerndes Feld in unserer Gesellschaft. | Dank für gelungene Großveranstaltung „Flying Superkids“ | |||
| „Ohne die Unterstützung aller Beteiligten hätten wir es nie geschafft, eine Veranstaltung mit 1.200 Zuschauern innerhalb von 6 Wochen auf die Beine zu stellen“, schreibt Günther Beierlorzer an alle Helfer und Sponsoren der faszinierenden Vorstellung. Der TV-Sportleiter selbst hatte die Hauptamtlichen, Übungsleiter und Mitglieder mit Erfolg um Unterstützung gebeten. Entscheidend für die Distribution der Veranstaltung wurde seine Gewinnung der Sponsoren Nürnberger Nachrichten, Sparkasse Erlangen und Walter Fellermeiers Aurach-Druck. Der BLSV-Kreisvorsitzende stellte sich voll hinter die Veranstaltung, die Geschäftsführer Peter Pfeuffer von der BLSV-Zentrale in München dem TV 1848 angetragen hatte. Pfeuffer selbst begleitete die Show in Erlangen. Dank gebührt auch TV-Vizepräsident Fritz Löhr und seinen Helfern, die die Versorgung des VIP-Bereichs übernommen hatten. |
Sportleiter Günther Beierlorzer organisierte mit großem Erfolg die Ausrichtung der Show. Ihm gelang es,
ein Netzwerk von Einzelpersonen und Institutionen auf verschiedenen Ebenen zu errichten. |
|||
| Gemeinschaft im Turnverein | ||||
| Vor ein paar Wochen erreichte mich folgender Brief: „Sehr geehrter Herr Beck, in meiner Jugend hat die Gemeinschaft im Verein wesentlich zu meiner Entwicklung beigetragen. Dafür bin ich sehr dankbar. Beruflich bin ich allerdings derzeit in Dresden tätig. Dennoch möchte ich auch in Zukunft den TVE als inaktives Mitglied fördern. Bitte senden Sie mir daher regelmäßig das Vereinsheft nach Dresden und buchen Sie den Jahresbeitrag von meinem Konto ab. Mit freundlichen Grüßen Christian Schell.“ Über die Bedeutung eines Sportvereins braucht man den Worten Dr. Schells nichts hinzuzufügen, außer vielleicht einen Dank Klaus und Monika Lohrer für ihre Judo-Abteilungsleitung. Ich denke an den ehemaligen Handballer Jürgen Gölkel in Mainz, an Werner Schuh und an all die anderen, die ihrem TV 1848 Erlangen als Mitglied die Treue halten, weil sie dort etwas Einmaliges für ihr Leben erfahren haben. Kann es für Übungsleiter, Trainer, Abteilungsleiter eine größere Anerkennung ihres Ehrenamtes geben? | ||||
| Faschingsveranstaltungen | ||||
|
Die Jahnhalle dient erst den Kindern, dann den Erwachsenen als Ort des Faschingsvergnügens. Beide
Feste am Schluss der dunkelkalten Jahreszeit mit ihren vielen Weihnachts- und Jahresschlussfeiern
im Turnverein waren schöne, gut besuchte gesellschaftliche Höhepunkte des Vereinslebens. Uschi
Hauenstein-Mehl für den Kinderfasching sowie Franz Reinhold und Fritz Löhr gilt unsere Anerkennung
für die gut besuchten Feierlichkeiten (s. S. 46 - 47). Wer sie nicht wahrnahm, ist selber schuld.
Musikalische Unterhaltung, schöne Kostüme, Tanz, Vergnügen, Geselligkeit, Gespräche, Treffen mit
Freunden hat er versäumt. Die nächsten Möglichkeiten gibt es erst wieder im Sommer für die Kinder
auf der Knaxiade, für die Jugendlichen und Erwachsenen bei den Feiern zu „30 Jahre Sportgelände
am Europakanal“. Mit einem herzlichen Willkommensgruß an alle neuen und einem frohen Danke für das Verbleiben an alle bisherigen Mitglieder verbleibe ich | ||||
![]() |
||||