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Leitartikel des Präsidenten Wolfgang Beck in der Vereinszeitung Februar / März 2007 |
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Liebe Mitglieder, im kommenden Jahr wird der TV 1848 sein 160-jähriges Vereinsjubiläum feiern. Gemessen am großen Jubiläumsjahr 1998 wird 2008 eher bescheiden gestaltet werden. Eine besondere Herausforderung stellt aber wieder die Festschrift dar. Ihr historischer Teil wird in Fortführung der Schrift von 1998 die Zeit seit 1945 alsSchwerpunkt haben. Der sportliche Weg vieler heute älterer Mitglieder wird den Hintergrund bilden. Zum Konzept gehört auch, dass heuer gute Fotos von allen Sportgruppen aufgenommen werden. Sie sollen ein anschauliches und lebendiges Bild des Vereins in der Festschrift liefern. |
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| Beeindruckende Vereinszugehörigkeit | ||||
| Erstmals haben wir die Geehrten durch Portrait und einige Stichworte mittels Powerpoint präsentiert. Das ist bei den Teilnehmern des Stiftungsfests gut angekommen. Bei unserem Bemühen um die Stichpunkte zur Person der langjährigen Mitglieder haben die uns zum Teil wunderbare Statements gegeben. In beeindruckender Weise ist die Bedeutung des Vereins für das Leben der Mitglieder offenbar geworden. Wie intensiv die Bindung an den Turnverein sein kann, hat uns Kerstin Streiter, als Erwachsene 25 Jahre im Verein, mitgeteilt: "Der Sport im TV 1848 ist ein wichtiger Bestandteil meines Lebens." Die Nachhaltigkeit dieser Bindung belegt Elfriede Pioro: "Ich bin froh über den TV, in dem auch nach 25 Jahren Sport noch Spaß macht." Dass diese Verbundenheit mit dem TV 1848 ein Leben lang währen kann, macht Mina Dorn, für 70-jährige Vereinszugehörigkeit geehrt, mit den Worten deutlich: "Ich habe den Verein in mein Herz geschlossen." Christopher Papperitz ist seit 25 Jahren Mitglied, obwohl er längst in Hamburg lebt. Er schreibt: "Mein Turnen im TV hat positive Auswirkungen auf mich bis heute." Dr. Dieter Wilhelm sagt: "Der TV ist für mich zur zweiten Heimat geworden. Der Wert von Kameradschaft und Freundschaft, die ich beim Handball als Schüler, Jugendlicher und Erwachsener erfahren habe, wurde wichtig fürs Leben. Die Mitgliedschaft habe ich zu Ehren meines früh verstorbenen Vaters, der die Fußballer betreute, weitergeführt." Seit 1965 arbeitet Dieter Wilhelm in Ansbach, seit 40 Jahren wohnt er dort. Was wir gemeinhin als "25-, 40-, 50-, 60-, 70-jährige Mitgliedschaft" abtun, zeugt von der wechselwirkenden Kraft des TV 1848. Er empfängt sie von seinen Mitgliedern und gibt sie ihnen zurück, wird zu einem Ort der dauerhaften Begegnung, letztlich ein Stück Heimat. Man ahnt, was die Mitglieder früher mit "mein lieber Turnverein" meinten. | ||||
| Starke Persönlichkeiten des Sports | ||||
| Der TV 1848 gewinnt seine existenzielle Kraft und Dynamik vor allem aus dem Kreis jener Verantwortungsträger, die sich selbst in vorbildlichem Maß in den Verein einbringen. Wer die Leitung seiner Abteilung nur als Verwaltungsaufgabe versteht, seine Übungsleiterstunde lediglich ableistet, der entwickelt weder sich noch den Verein. Wer aber gestalten will, seine Mitstreiter motiviert, sich engagiert, über den sprichwörtlichen Tellerrand hinausschaut, Neues ausprobiert, Leistung bringt und fordert, Interessen und Fähigkeiten seiner Gruppen fördert, der wird sich selber und seinen Verein voranbringen. Der TV 1848 hat viele derartige Verantwortliche. Zwei von ihnen sind hier abgebildet. Sie erfüllen uns mit Freude, Genugtuung und Stolz. | ![]() Linkes Bild: Christl Kasper praktiziert das lebenslange Lernen als Grundlage des Erfolgs im Übungsleiterbereich. Ihr Interesse an neuen Sportentwicklungen hat sie auch in ihrem 60. Lebensjahr dazu gebracht, den anspruchsvollen Übungsleiterschein für Pilates zu machen und sich der schriftlichen Prüfung des BLSV im "Sport für Ältere" zu unterziehen. Rechtes Bild: Der Abteilungsleiter und Trainer der Ringer Martin Ackermann hat den postwendenden Wiederaufstieg in die Landesliga geplant. Seine Männer haben ihn in überzeugender Manier ungeschlagen vollzogen. |
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| Ausländerfeindlichkeit und Rassismus | ||||
| Natürlich kann im Sport der Gegenwart der Verein nicht einen Hort der Idylle bilden. Selbstverständlich spiegeln sich im Vereinssport gesellschaftliche Fragen. Nicht ohne Grund hat sich der TV 1848 ein Leitbild gegeben (s. TV-Zeitung 1/2005), nach dem wir uns als "Verein aller Menschen unabhängig von Alter, Religion, Herkunft, Nationalität" verstehen und für Toleranz eintreten. Um der immer noch latent existierenden Ausländerfeindlichkeit und dem Rassismus im Sport wirksam entgegen zu treten, kann das Leitbild bestenfalls eine Grundlage bilden. Ebenso wenig können Aktionen der Sportverbände sowie die Darstellung in den Medien allein (Ein Lob für die Erlanger Nachrichten in Berichterstattung, Kommentar und Jahresrückblick!) das Problem aufarbeiten. Konzertierte Aktionen müssen weiterhelfen. Vereine müssen von sich aus erklären: Ausländerfeinde und Rassisten, ihr habt bei uns keine Chance! Wir sind für die Integration, aber nicht für die Ausgrenzung! Die ewig Vorgestrigen müssen erkennen: Ausländer sind eine vielfältige Bereicherung. Was für den Türken in meiner Mannschaft gilt, gilt auch für den Türken beim sportlichen Gegner. | ||||
| Mit dem herzlichen Willkommensgruß verbleibe ich | ||||
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